Mrz
31
Mein erster Nachtcache
16:19 | joeggisch | Cacheberichte
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Cicero und potatoboy wollten in örtlicher Cacherrunde einen Nachtcache angehen.
Ich war auch eingeladen. Das ganze sollte mit einem Kennenlerntreffen beim Spanier in Teltow beginnen.
Als ich ankam waren Cicero und potatoboy schon da. Kurze Zeit später erschien noch Zeisig.
Kurz vor dem Aufbruch zur „nächtlichen Parodontose“ (GC19E9G) erschienen noch Iltisfänger und FamHeinen.

Dann ging es mit dem Großraumcachemobil in den Erlebnisraum.

An den Startkoordinaten machte es sechs Mal „klick“ und es wurde plötzlich taghell. Jeder hatte eine andere Idee, wo denn nun Westen liegen könnte. Nachdem die Kompasse kalibriert waren, konnte die erste Station schnell lokalisiert werden.
Offensichtlich nicht allzu alte Wühlspuren ließen den Verdacht aufkommen, dass der Hinweis auf Schwarzkittelsteckdosen nicht von Ungefähr Einzug ins Listing gefunden hat. Aber wir waren ja zu sechst. Was sollte da schon passieren.
Auf zur nächsten Station. Wow, das hatte von uns auch noch keiner gesehen. Der Owner hatte die nächsten Koordinaten auf Kunststoff geschrieben und das ganze zerschnipselt, so dass ein Puzzle zu legen war. Das Rätsel selber war ja nicht schwer, aber wenn zwölf Hände die Arbeit von zweien erledigen, kann es schon mal zu Problemen kommen. Trotzdem waren nach kurzer Zeit die nächsten Koordinaten ermittelt.
An einem Was-auch-immer-das-war-Dings-Bums hingen die nächsten Koordinaten mit Dymoband angebracht.

Nun machte sich langsam die Spannung auf die in den Vorfinderlogs erwähnten Handarbeiten von Großmutter breit. Und richtig, da war die eine „Cachefilmdosensocke“, die an einem Baum hing. Handwerklich wirklich schick. Hatte ich aber schonmal am „0,4 l Coke“ (GC12WD2) vom selben Owner gesehen. Da verdient sich anscheinend eine ältere Dame ein kleines Zubrot mit der Hardwareausstattung von Cacheownern. Eine Marktlücke?

Der Gruselfaktor der Runde war somit auch gefunden, denn unter der Socke war ein Schädelknochen, auf den die nächsten Koordinaten geschrieben waren, unter Moos vergraben. Mann, Mann, Mann, wer kommt denn auf so kranke Ideen. O.k. ich geb’s zu: Ich war neidisch, dass die Idee nicht von mir stammt.

Die restlichen Stationen inkl. Final waren dann auch schnell gefunden.

Eine reichlich gefüllte Finaldose belohnte unsere Mühen und Ängste im dunklen Wald. Für mich war aber leider nichts richtiges dabei. Na ja, wenigstens noch ein paar Coins discovert.

Das war wirklich ein sehr liebevoll gestalteter Cache mit pfiffigen Stationen. Dass das Ganze als Fast(im Sinne von „beinahe“ und nicht von „schnell“)-Runde angelegt war, hat mich auch gefreut. Mir hat der Cache so viel Spaß gemacht, dass es mir zu fast (im Sinne von „schnell“ und nicht von „beinahe“) zu Ende war.
Das war zwar mein erster Nachtcache aber bestimmt nicht mein letzter. Die nächsten müssen sich mächtig ins Zeug legen, um das zu toppen.

Ach ja – der Vollständigkeit halber – Steckdosen haben wir keine gesehen.