Jun
27
Die Orion-Serie #1
11:48 | joeggisch | Cacheberichte
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Als sich ankündigte, dass die Lütten am Nachmittag nicht da sein würden, war für Frouwe und mich klar, dass wir Dosensuchen gehen würden. Aber wo? Ein paar Empfehlungen hatte ich ja noch auf Tasche. Also das Notizbuch rausgekramt und nachgeguckt. Ach ja, der tolle Multi bei Trebbin … Beim Planen stieß ich dann aber auf … Au Mann, genau, die Orion-Serie, das ist doch genau das richtige für Frouwe und mich. Empfohlen wurde sie mir auch schon von einigen Cachern. Ich suchte also die neun Tradis und Mini-Multis der Serie raus, wohl wissend, dass wir nicht alle schaffen würden.

Der von uns nächstgelegene und somit auch unser erster Orion war Orion Bellatrix (GC173JZ). Da man mit privaten Kraftfahrzeugen nicht auf Waldwegen fahren darf – insbesondere bei Waldbrandstufe 4 – stellten wir unser 4-rädriges Cachemobil am Thyrower Heuweg ab und gingen den restlichen Kilometer zu Fuß. Was für ein herrlicher Spaziergang, der Wald, das Kornfeld und zwei Liebende. 😉

Die Dose war sehr klassisch versteckt und daher schon aus einiger Entfernung zu orten. Da nach wie vor weit und breit kein anderer Mensch zu sehen war, war der Cache schnell geborgen und muggelfrei geloggt.

Aufgrund des schönen Wetters und der herrlichen Natur beschlossen wir auf dem Rückweg, dass dies auf keinen Fall ein Powercachetag werden sollte, sondern rin richtig entspannter Naturausflug mit ein bisschen Dosensuchen.

Die Orionserie lädt aber auch sehr dazu ein.

Als nächstes stand Orion Mintaka (GC174XM) auf dem Plan.
In dem Bewusstsein, dass es sich um einen Mini-Multi (Start und Final) handelte, ging ich zielsicher auf die Koordinaten im Listing zu. Das wir dazu durch ein Feld laufen mussten (na jedenfalls am Feldrand entlang) machte mir leider erst kurz vor dem Ziel misstrauisch. Frouwe war unser Franz und ich fragte sie jetzt, was wir denn eigentlich an den Koordinaten finden sollten … O.k. also zurück zum Parkplatz. Hier war dass auch schnell der gesuchte Hinweis zur Klärung der finalen Koordinaten gefunden.

Als wir dann aber auf dem Weg dorthin waren, machte sich gerade ein Muggel auf und wollte dort in den Wald, wo auch wir lang wollten. Als er uns sah, brach er jedoch sein Vorhaben ab und guckte sich ziemlich unauffällig die Sträucher am Friedhofseingang an. Als wir an der Stelle waren, wo der Herr entlang gehen wollte, stellten wir fest, dass es da gar keinen Weg gab. Er guckte uns noch unauffällig nach, als wir dann dort lang gingen. Die Dose war dann dank der selber Tarnung wie bei unserem ersten Orion wiederum schnell gefunden und – durch einen Baum verdeckt – auch schnell geborgen. Einige Schritte weiter setzen wir uns hin und loggten in aller Ruhe. Der Fahrradherr fuhr dann auch weiter und guckte gar nicht mehr in unsere Richtung. Als wir uns sicher waren, dass wir nicht beobachtet wurden, haben wir alles wieder schnell versteckt. Ob der Herr mit dem Fahrrad nach der Dose gucken oder nur seine Notdurft verrichten wollte, blieb bis zum Schluss unklar.

Als drittes nahmen wir uns dann Orion Alnilam (GC176XZ) vor. Die Trafostation war schnell gefunden, aber die mit deren Namen errechneten Koordinaten ergaben keinen Sinn. Also wurde nochmals nachgerechnet und ein Fehler entdeckt. Nun konnten die richtigen … Moment mal, die neuen Koordinaten ergaben wieder keinen Sinn. Also setzten wir uns auf eine Bank auf der Dorfaue und überprüften alles noch ein Mal. Ja, was soll ich sagen? Wenn ich „13“ sage und Frouwe „14“ eintippt, dann landet man eben ganz wo anders.

Wir tippelten also los, ab ins Naturschutzgebiet! Als wir fast an den errechneten Koordinaten angekommen waren, brauste ein Endurofahrer an uns vorbei, wie gesagt: im Naturschutzgebiet. ARSCHLOCH!!!
Da die Koords hier etwas off waren, mussten wir ein Weilchen suchen, ehe wir fündig wurden.
Nun war die Zeit schon soweit fortgeschritten, dass wir beschlossen noch einen letzten, der in quasi unmittelbarer Nachbarschaft lag zu suchen und dann für heute abzubrechen. Also auf zum Orion Alnitak (GC172CV). Das war auch wieder ein herrlicher Spaziergang entlang eines Feldes. Dieses war allerdings durch einen Zaun von uns getrennt.

Aber der Blick war gigantisch. Allerdings gab es auch am Waldrand allerhand zu entdecken, z. B. einen Pilz, von dem ich nicht weiß wie er heißt. Da wir ihn aber nicht angefasst oder gesessen haben, ist das nicht ganz so dramatisch.

Dann irgendwann kam natürlich der Cache. Dieses Mal war das Finden wieder ganz einfach. Wir haben nicht mal wirklich suchen müssen. Das Versteck war wieder sowas von klassisch.Wir haben die Orion-Serie bis hierher sehr genossen. Sie lebt bestimmt nicht von verzwickten oder anstrengenden Verstecken. Das soll keine Kritik sein, sondern etwas Positives. Sie Serie lebt nämlich von der wunderschönen Landschaft, den herrlichen Ausblicken und den schönen entspannenden Spaziergängen. Lange Such- oder Kletterorgien haben auch ihr Schönes und ihre Berechtigung, würden den Charme dieser Serie nach unserer Auffassung aber zu Nichte machen.

Punktejäger kommen hier bestimmt nicht auf ihre Kosten. Wir fanden es aber super und machen die Serie in aller Ruhe mit Sicherheit noch zu Ende.