Jan
22
mein erster eigener Event Cache
12:10 | joeggisch | Cacheberichte
0 Kommentare

Als ich beim 6. Potsdamer Geocaching-Stammtisch gefragt wurde (Wer war das eigentlich? Tut mir leid, aber ich weiß es nicht mehr!), ob ich den nächsten Stammtisch ausrichten würde, sagte ich spontan zu. Einige Leute, die das mitbekommen hatten, schlugen mir auch gleich tolle Locations vor. Das Problem: Ich kannte die alle nicht, konnte mir die vielen Namen nicht merken und überhaupt: Ich kenne mich doch in Potsdam so gut wie gar nicht aus. War es vielleicht doch eine blöde Idee, da zuzusagen?
Dann hatte ich die Idee, den Stammtisch in Teltow stattfinden zu lassen. Wishmaster1968, der Gründer dieser Stammtischreihe, stimmte dieser Idee spontan zu. Super, das war die Lösung und die Location stand damit auch schon fest, mein Teltower Lieblingsrestaurant, die Teltower Kartoffelkiste in der Lichterfelder Allee 91.

Faizah hatte mit seinem Spoileraufruf beim 5. Stammtisch die Latte für gelungene Stammtische ganz schön hoch gelegt. Da wollte ich natürlich wenigstens halbwegs mithalten.
Weil ich sowieso schon selbstkreirete Coins beim Geocoinshop bestellt hatte, hatte ich die Idee, einen davon zu verlosen. Aber einfach Lose basteln und einwerfen lassen, war mir dann auch zu langweilig. Dann hatte ich die Idee, ein Kreuzworträtsel zu erstellen.
Wer mich auch nur halbwegs kennt, weiß, dass es kein „normales“ Kreuzworträtsel werden konnte. Es musste etwas witziges sein. Umme-Ecke-Denken ist mein Ding, also war die Grundidee für das Rätsel schnell klar.
Unter www.cachewiki.de suchte ich mir einige Worte raus, die ich dann nur noch umschreiben musste. Auch wenn ich mir nach wie vor bei 5. („abfällige Bezeichnung für eine Schauspielerin“) nicht sicher bin, ob ich da nicht etwas anderes als Umschreibung hätte finden sollen, kam ein lustiges Rätsel dahei heraus: Cacheworträtsel.

Das Cachelisting mit dem Rätsel waren schnell zusammengestellt und veröfentlicht. Jetzt gab es kein zurück mehr.
Die Anmeldungen liefen ganz gut an und alles war schick. Ich erhielt auch schon die ersten durchweg positiven Feedbacks für das Rätsel. Ich war zufrieden.

Da die Reaktionen auf das Cacheworträtsel so positive waren, ich daher das Rätsel nach diesem Event nicht ganz in Vergessenheit geraten lassen wollte und es sich immer gut macht, in der Nähe einer Event-Location eine Dose für die Teilnehmer vorzuhalten, stellte ich mit dem Rätsel auch noch einen Mystery, das Cacheworträtsel Teltow.

Dann eine Woche vor dem Event stieg die Zahl der Anmeldungen plötzlich exponential an. Stündlich rechnete ich mir die Anzahl der Anmeldungen aus und bekam eine Krise nach der anderen. Wie sollten die vielen Leute in die kleine Kartoffelkiste passen. Ich versuchte mich immer wieder damit zu beruhigen, dass ja bestimmt nicht alle kommen, die sich angemeldet haben. Aber die Anmeldungen gingen munter weiter. Selbst als ich die Notbremse zog und bat, dass sich keiner mehr anmelden sollte, meldeten sich munter weitere Cacher an.
In meinem Kopf spielten sich schon wüste Szenen ab. Verkehrschaos in Teltow; Schlägereien an der Tür, weil ich einige Leute wieder nach Hause schicken muss.

Mit extrem gemischten Gefühlen fuhr ich extra früh (kurz vor 18:30 Uhr) zur Eventlocation.
Als ich eintrat, sah ich schon zahlreiche bekannte Gesichter. Die eine der beiden Cheffinnen, mit der ich dieses Event verabredete hatte, stürtzte auch gleich auf mich ein. Wir hatten nämnlich im Vorfeld verabredet, dass jeder Teilnehmer eine Nummer auf die Brust gepappt bekommt, an Hand derer dann die Abrechnung erfolgen sollte. Also schmiss ich nur kurz meine Jacke ab und begann mit dem Verteilen der Namensschildchen.
Nicht, dass es mir soviel Spaß gemacht hätte, die Schilder zu veteilen, aber bis zur Losziehung um 20:30 Uhr hatte ich so gut wie keine Zeit, etwas anderes zu machen.

Die Bude wurde immer voller und voller. Aber irgendwie bekam jeder einen Platz. Ich hatte zwischenzeitlich sogar den Eindruck, dass die Räumlichkeiten mit der Anzahl der Gäste wuchs.

Gegen Halbneun wurde es dann tatsächlich etwas ruhiger. Das lag aber auch daran, dass sich einige Teilnehmer aufgemacht hatten, die Dose zu Event zu suchen.
Als zumindest die meisten wieder da waren, begann die Losziehung. mäusel.m und kleine_taschenlampe zogen die beiden Trostpreise. Diese hatte ich eingeführt, weil die Anzahl der Teilnehmer so groß war, dass ich ein paar Gewinner mehr glücklich machen wollte. Die Trostpreise gingen an caillouteam und Henne62. Meine beiden kleinen, Findolinchen und Findolino durften den Gewinner des Hauptpreises (einen niegel-nagel-neuen selbstdesignten auf 20 Stück limitierten Coin) ziehen. Gewonnen hat: quietscheentchen&co.

Danach hatte ich dann auch endlich Zeit und Gelegenheit, ein paar Gespräche zu führen, ein paar neue Gesichter mit altbekannten oder unbekannten Namen zu verbinden, alte Bekanntschaften aufzufrischen und einige Termine zu verabreden. Natürlich hatte ich als Ausrichter nicht die Zeit mich mit allen zu unterhalten und auch die Gespräche, die ich führte waren meistens nicht so lang, wie ich es gerne gemacht hätte.

Langsam fingen dann die ersten an, sich zu verabschieden. Ich bekam durch die Bank weg ein positives Feedback auf die Veranstaltung, was mich ehrlich gesagt richtig stolz macht.

Das Organisieren und die ganze Veranstaltung haben mir so viel Spaß gemacht, dass ich auf jeden Fall wieder einmal einen Stammtisch ausrichten werde.
Was mich auch besonders gefreut hat: Trotz der doch teilweise sehr unterschiedlichen Charaktere, die da zum Stammtisch erschienen; es hat sich keiner darüber aufgeregt oder es auch nur erwähnt, dass der POTSDAMER Stammtisch in Teltow stattfand.

Allen Teilnehmern und natürlich meiner Ohana ein ganz großes Dankeschön, dass ihr mir einen so schönen Abend bereitet habt.