Jan
30
Nikolskoe
11:21 | joeggisch | Cacheberichte
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Es ist Samstag, die ersten Sonnenstrahlen des Jahres durchziehen die kühle Winterluft und die Ohana hat keine konkreten Pläne. Was liegt da näher, als mal raus ins Grüne … na ja, also in Wald und Flur zu fahren und gemeinsam mal nach ein paar Dosen zu suchen.

Wir wollten sowieso schon längst mal den Kindern die Kirche zu zeigen, in der Frouwe und ich die schönste Hochzeit gefeiert haben, die es jemals gab. Also ging’s auf nach Nikolskoe, zumindest für Frouwe, Findolinchen und mich. Findolino wollte mal wieder lieber mit Mav spielen.

Auf der Fahrt hielten wir in der Königstr. schon mal an, um des Kaisers Handy Station 3: Schäferberg zu suchen. Schließlich sollte da ein Coin von Mr. Pete drin sein.
Bereits nach den ersten Schritten waren wir gefangen von der tollen Atmosphäre, die hier herrschte: die tiefstehende Sonne, die leichte Dämmerung, der wolkenfreie Himmel und das alles im kaum belaubten Wald, genial.
Findolinchen rannte den Hügel zur Handystation hoch und freute sich sichtlich über diesen Ausflug.
Bald stellten wir fest, dass die Koordinaten auf die andere Seite des Areals wiesen.
Die Funkmasten hatten wir dann relativ fix umrundet und das Objekt der Begierde war auch schnell gefunden. Findolinchen hatte hier den richtigen Griff. Aber leider waren weder der TB noch der Coin, die laut Cachelisting hier sein sollten, zu finden. Schade!

Dann ging’s weiter zu Luise IT-GIRL, also zum Pfaueninselanleger. Hier konnten wir (Findolinchen und ich) auf’s Eis gehen. Frouwe traute sich nicht. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: auf Grund des Hochwassers waren die Stege überflutet und es hatte sich eine wenige Zentimeterdicke Eisschicht gebildet. Wenn das Eis also gebrochen wäre – was so gut wie unmöglich war, weil es direkt auf dem Steg auflag – hätten wir nur 2-3 cm im Wasser gestanden. Es war also nicht so riskant, wie es sich anfangs anhört. Sonst hätte ich es meiner Tochter ja auch nicht erlaubt.
Ja und dabei konnten wir wunderbar nach der Dose suchen. Allerdings fanden wir nix.
Hätten wir uns die Logs unserer Vorsucher angeguckt, hätten wir gewusst, dass auch diese hier nichts gefunden haben.
Woran es nun tatsächlich lag (Dose weg, Dose unter Eis oder wir zu doof) konnte noch nicht abschließend geklärt werden.
Das war hier aber auch zweitrangig. Der Blick über die leicht vereiste Havel auf die Pfaueninsel und der Spaß, über das Eis zu schlittern, hat das 1000-fach aufgewogen. Wir können ja auch nochmal wiederkommen, wenn die Dose definitiv wieder da ist.

Nun fuhren wir endlich zu unsrem eigentlichen Ziel, der Kirche St. Peter und Paul auf Nikolskoe, wo Frouwe und ich damals geheiratet haben.

Frouwe wollte damals für unsere Hochzeit eine Kirche, die einen Mittelgang hat. Es ist schon schön, wenn das Brautpaar über einen Mittelgang durch die volle Kirche zum Altar vor läuft. Das war weder in Ihrer, noch in meiner Kirche möglich.

In einem ihrer Brautmagazine hatte Frouwe dann ein Protrait der Kirche sehen. Wir fuhren also mal dort hin und guckten uns die Sache vor Ort an. Sowohl die Kirche selber als auch natürlich die Umgebung und insbesondere der Blick über die Havel waren so malerisch, dass wir uns damals entschieden, hier zu heiraten.

Das alles musste sich Findolinchen hier natürlich auch anhören. Sie war aber wirklich interessiert daran. Wir haben uns dann die Kirche natürlich auch von innen angeguckt. Findolinchen schien sehr beeindruckt, aber auch etwas traurig, dass sie damals nicht dabei sein konnte.

Wir haben versucht ihr zu erklären, dass wir ja erst verheiratet sein mussten, um Kinder zu kriegen. Ich habe aber den Eindruck, dass sie das nicht mehr glaubt. Die Realitäten in ihrer Klasse sprechen eine andere Sprache.

Nach dem Kirchenbesuch gingen wir runter zum Wasser und ein Stückchen die „Strandpromenade“ entlang. Hier standen noch drei Caches auf dem Plan. Aber auch schon die Landschaft und der Blick übers Wasser war grandios.

Als erstes war Kunis Konfi Cache 1 dran. Vom Weg am Wasser entlang muss man hier eine recht hoche, steile Böschung hoch. Außerdem war der Untergrund hart und gefroren. Der direkte Weg von der Promenade zur Dose war an diesem Tag also nicht der optimale. Trotzdem nahm ich ihn. Als ich fast oben war, trat ich auf das Halsband meines Navis, welches in pfiffiger Weise in der Hand hielt. Da ich das erst bemerkte, als ich mit der Hand, die das Navi hielt, weiter nach oben wollte, wurde mir das Dings aus der Hand gerissen. Geistesgegenwärtig hob ich natürlich auch noch den Fuß, der auf dem Band stand, so dass das Gerät den Hang runter rollte.
Als erfahrener Dosenjünger fand ich die Dose oben aber trotzdem. So viele mögliche Ort gab es dort ja auch nicht.
Ich habe dann noch meinen ersten eigenen selbst designeten Jöggisch Ohana Coin in die Dose gepackt.

Danach stand Kunis Konfi Cache 2 auf der to-do-Liste.Aals wir hier ankamen sahen wir als erstes die wunderschönen kleinen Eiszapfen an den Ästchen, die über das Wasser hingen. Das Foto gibt die Ästhetik dieses Anblicks nicht ganz wieder, aber egal.
Selbst als unsere Fußspitzen schon das Wasser berührten, zeigte der Pfeil des GPSr weiterhin Richtung Wasser. Hmmm. Dank modernster Kommunikationstechnik konnte ich die Vorlogs für diesen Cache vor Ort abrufen. Tja, wenn ich das gewusst hätte! Auch hier ergab sich, dass einige Vorsucher kein Glück hatten. Andere berichteten von ihren angstvollen Schritten über’s Eis. Also bleibt auch hier nur auf einen niedrigeren Wasserstand und/oder niedrigere Wassertemperaturen zu warten. We ‚ll be back!

Der letzte Cache des Tages sollte dann Kunis Konfi Cache 3 sein.
Er lag nicht am Wasser und sollte somit weder vereist noch überschwemmt sein. Wir schlugen uns also wieder von der Havelpromenade ins (nicht vorhandene) Unterholz. Nach ein paar hundert Metern, noch etliche Meter von der Dose entfernt, konnte man das Versteck schon sehen. Findolinchen fühlte sich etwas veräppelt, als ich ihr sagte, in welcher Richtung sie mal nach der Dose suchen sollte. „Hä, hä, man kann ihn doch schon sehen!“ war ihre Reaktion.
Somit war auch diese Dose schnell gefunden und bildete somit den Abschluss der Dosenrunde.

Zurück zum Auto war es dann auch gar nicht mehr weit.
Da wir noch zum Stern-Center wollten, fuhren wir durch Klein Glienicke über die Parkbrücke. Das war ein Teil Potsdams, den wir noch gar nicht kannten. Das ist aber eine so malerische Gegend, dass wir beschlossen, hier bei schönem Wetter nochmal länger zu verweilen.

Beim Shopping im Stern-Center staubte Findolinchen noch ein paar Klamotten bei H&M ab, so dass sich der Tag auch für sie 100%-ig gelohnt hatte.