Jul
13
23 Berliner Bezirke in 24 Stunden – ChallengeCache
13:58 | joeggisch | Cacheberichte
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Geschafft!!! War das ein geiler Tag!

Ich kann mich daran erinnern, wie TiiMoe mir vom 16-Bundesländer-Cache mit Knaeblein und Geo-Link berichtete und wie toll das – angeblich – gewesen sein soll. Für mich war klar: „Die haben einen Sockenschuss. Sowas kommt für mich nicht in Frage!“

Auch als er mir dann erzählte, dass sie zu dritt diesen Cache hier veröffentlichen wollen, dachte ich mir: „Da mache ich auf keinen Fall mit!“ Irgendwann fragte mich GC-Fox unvermittelt „Woll’n wir die 23-Berliner Bezirke zusammen machen?“ und ich sagte spontan: „JAAA!“

Die Vorbereitungen und die Klärung der Terminfrage nahmen dann aber eine ganze Weile in Anspruch.
Zu schwer wollten wir es uns nun auch nicht machen. Ständig irgendwelche Seile irgendwo einbauen, kostet Zeit und Kraft. So mussten wir die Caches mit Bedacht wählen. Außerdem mussten auch noch ein paar Mysteries gelöst werden.
In letzter Sekunde brachen uns noch ein paar Caches weg, weil sie deaktiviert wurden. Diese mussten natürlich schnell ersetzt werden, ohne allzu viele D- / T-Punkte einzubüßen.
Dann am entscheidenden Tag spielte das Wetter hervorragend mit. Es war nicht zu warm und gelegentliche Schauer drückten die Muggeldichte an vielen Orten.

Nicht zu früh traf ich mich mit GC-Fox und Mabela2003 und los ging die Tour.
Wir hatten viel Spaß und die eine oder andere Anekdote wird mit Sicherheit noch öfter erzählt werden.

Da war z. B. Suskas Geburtstagscache, ein Mystery, zu dem GC-Fox gelöst hatte und zu dem ich mir das Listing nicht nochmal angeguckt hatte.
Es war klar, dass wir an den Kooridnaten würden klettern müssen. Daher hatten wir die Teleskopleiter dabei.
Die war an dem Tag sowieso unser wichtigstes Utensil. Ohne sie hätten wir die meisten Caches gar nicht heben können. Gut, dass ich inzwischen auch so ein Ding habe!
Da ich sie zum Finalbaum trug, durfte ich auch hoch klettern. Allerdings war das anvisierte Vogelhäuschen so hoch, dass wir die Leiter ziemlich steil anstellen mussten. Dadurch hatte ich oben sehr wenig Spielraum zum Abstellen der Füße und musste mich daher mit einem Arm an einem Art festklammern. Mit der anderen Hand versuchte ich das Türchen aufzubekommen. Als mir das gelang, kam mir nicht nur die Tür entgegen geklappt, sondern auch …
Wenn ich die Logs der Vorfinder gelesen hätte, hätte ich gewusst, dass die Tür voller Ohrenkneifer sein würde, die sich jetzt natürlich alle von oben in einem riesigen Schwall auf mich ergossen.
GC-Fox, der unter mir die Leiter festhielt, bekam die Dinger ebenfalls ab. Mann, was für eine Sauerei.
Wir versuchten uns dann erstmal von den Tierchen zu befreien. Ich machte sogar einen halben Striptease. So wurde ICH das Getier vollständig los. Auf GC-Fox krabbelten später im Auto sogar noch ein paar Viecher rum. Mabeal2003hatte mich zwar fotografiert (oder sogar gefilmt) wie ich da hochgeklettert bin und versucht habe, die Tür von dem Vogelhaus aufzubekommen, als die Tür aufging, hatte er damit gerade aufgehört.

Oder das seltsame Erlebnis am Deportationsdenkmal Putlitzbrücke.
Wir waren gerade am Loggen der Dose, als ein Auto neben uns hielt und eine ältere Dame uns einen ganz Schwung christlicher Informationsheftchen in die Hand drückte. Häää?!? was sollten wir denn damit?
Wir haben sie für folgende Interessenten am Denkmal zurückgelassen.

Dann die Geschichte mit dem Schäfersee:
An welchem Objekt die Dose sein musste, war von Anfang an klar. Da gab es so einen kleinen „Steg“! Wofür auch immer der sein soll. es waren Bretter auf Wellenprofilblechen, schmale Bretter, SEHR schmale Bretter. Irgendwo an den Blechen musste die Dose angebracht und sollte von Land aus zu sehen sein. Nix.
Was blieb mir also anderes übrig, als mich auf die Bretter zu wagen? Na gut, die Wathose wäre eine Alternative gewesen. Auf die Idee kam ich aber nicht.
Als meine beiden Buddies sahen, wie ich mich vorsichtig auf den Brettern vorwärts tastete, dachten sie sich wahrscheinlich: da machen wir uns mal einen Spaß draus! „Ganz am Ende des Stegs, da ist die Dose!“

Ansonsten lief aber alles lief wie am Schnürchen. Nur in Charlottenburg konnten wir unseren Cache nicht finden. Alle anderen wurden immer relativ schnell gefunden. Bis zur Nr. 22 in Neukölln. Da lief’s irgendwie so überhaupt nicht. Aber auch dieses Problem konnte letztendlich gelöst werden.
Und so konnten wir uns nach genau 12 Stunden vom ersten bis zum 23. Fund freuen, dass wir die Challenge mit folgenden Caches bestanden hatten:

Bezirk Fundzeit Cachename D-/T-Wert
Köpenick 07:45 Am Baum 1,5/3,5
Hellersdorf 08:15 mahlsdorf chinesisch 3/2
Marzahn 08:40 Missing Trackables oder “Trackable-Bermudadreieck“ 3/2
Lichtenberg 08:55 Kopf ab 2/4
Friedrichshain 09:05 Wald vor lauter Bäumen 1,5/3
Hohenschönhausen 09:45 Der kleine Bunker 1,5/2,5
Weißensee 10:10 Suska`s Geburtstagscache 4,5/4
Prenzlauer Berg 10:35 Die kleine Hürde 2/5
Pankow 11:00 woody woodpecker (reloaded) 3/4
Reinickendorf 11:30 Schäfersee 2/3
Wedding 11:45 Countdown 03 1,5/4
Tiergarten 12:10 Deportationsmahnmal Putlitzbrücke 1,5/1,5
Spandau 13:00 Lina’s Signal 1,5/2
Charlottenburg 13:40 Hauptfeuerwache 2/1,5
Zehlendorf 14:00 Aldi Shiraz 5/2,5
Wilmersdorf 14:15 Hier fährt kein Bus! # 6 – Heidelberger Platz 1,5/3
Steglitz 15:15 Guck mal, wer da spricht – Der Film-Cache 3/3,5
Schöneberg 15:40 Radiopionier Schoeneberg 3/1
Mitte 16:20 Wer im Glashaus sitzt… oder Bitte nicht füttern! 3/2,5
Kreuzberg 16:50 Admiralcache 2/3
Tempelhof 17:30 Das weiße Rauschen 3,5/3,5
Neukölln 19:25 Leinestraße 2/1,5
Treptow 19:45 Kakuro mein Erster 3,5/2

D-Wertsumme = 57
T-Wertsumme = 64,5
Gesamtsumme = 121,5

Auch an den finalen Koordinaten dieses Caches wurden wir schnell fündig und krönten damit diesen tollen Tag.