Sep
06
Projekt 1000 – Der Weg ist das Ziel
10:12 | joeggisch | Cacheberichte
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Vor zwei Jahren fand ich meinen ersten Cache und jetzt bin ich schon bei über 1000 Funden.
Auf dem Weg lagen viele interessante, spannende und lustige Erlebnisse rund um’s Cachen. Aber natürlich hatte ich auch etliche nichtssagende Dosen dabei.
Die letzten Schritte zum Kilocache sollten keine dieser Tüddeldosen sein, sondern jede für sich etwas besonderes:

#990: Hamsterkatis “Ich will keine Schokolade” (Mystery)
Da war ich nur kurz im Urlaub und als ich wiederkomme, hat Hamsterkati wieder eines ihrer Rätsel mitten in meine Homezone gepackt.
Was ich an diesen Rätseln immer so toll finde: Sie sind auch für Normalsterbliche ohne Wikipedia lösbar.
Die Finallocation war mir (obwohl ganz in der Nähe) vollkommen unbekannt. … sonst wäre ich wahrscheinlich auch mit anderen Hosen dort aufgetaucht. Ich sage nur: Brennnesseln … viele Brennnesseln … sehr, sehr viele Brennnesseln. … jedenfalls wenn man den falschen Weg einschlägt.
Der Baum, in dem sich dann nach zahllosen Berührungen mit den Nesselzellen, die Dose fand, schrie förmlich danach, bedost zu werden.
Hamsterkatis Caches sind eben immer wert, gesucht zu werden.

# 991: „Wo ist Achim???“ (Mystery)
Zwei Tatsachen sprachen für diesen Cache:
1. Er ist der einzige, den wir auf unserer jährlichen Paddeltour im Spreewald machen konnten!
2. Es geht um Achim Menzel und der ist seit dem Lied „Brandenburg“ von Reinald Grebe, dem Lieblingslied der Ohana, irgendwie zum running gag der Familie geworden.
Daher war es für uns natürlich Pflicht, neben dem Paddeln auch noch den Achim zu suchen.

# 992: „Countdown 04“ (T5-Kletter-Traddi)
Die Säule (oder wie auch immer man dieses Gebilde nennt) an dem zu DDR-Zeiten das DDR-Wappen in Dreilinden hing, habe ich als Kind immer gesehen, wenn es in den Urlaub oder zu den Verwanden in der Nähe von Jütabog ging.
Seit ich wusste, dass da oben eine Dose hängt, wollte ich da rauf.
Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, diesen Cache noch vor dem 1000. zu machen.
Dass sich die Gelegenheit dann aber so plötzlich und spontan ergab, hätte ich nicht gedacht. Irgendwie ergab es sich im Gespräch mit GC-Fox. Er wollte sowieso in die Gegend (hatte da wohl irgendwas vorzubereiten!) und hatte sein Kletterzeuges dabei.
Wir beide also hin und rauf.
Für mich war es der erste Seilklettercache, den ich ohne die fachkundige Anleitung von mcpahnkes gemacht habe. Ja, ja, die Kinder werden groß!

# 993 u. 994: Wiesenbärs „GEObet“ und „GEObet!!! Bonus!!!“ (Mysteries)
Was für  Hamsterkatis Mysteries gilt, gilt auch für die von Wiesenbär … nur dass ich mich hier immer etwas schwerer tue. So war es auch bei diesen hier.
Was ich nicht alles versucht habe, bis ich auf die Lösung gekommen bin. aber: Homezone + Wiesenbär = musste auf jeden Fall gemacht werden!
Wie man auf so eine Idee kommt, ist mir ja nicht fremd, sie aber auch umzusetzen. Da hat der liebe Wiesenbär sich viel Mühe gegeben. Ich will nicht wissen, wie lange die Recherchen dafür gedauert haben.

# 995 „Flucht von New Port“ (Mystery)
Da dieser Cache in der erweiterten Homezone und auch noch in einer Gegend, in der ich abundzu schon mal vorbei gekommen bin, stand er bereits auf der To-Do-Liste. Jedes Mal musste ich dann aber abbrechen, weil ich einfach nicht weiter kam.
Da dieser Cache (oder zumindest sein Ratehaken auf der GC-Map) aber in direkter Nachbarschaft zu Location für die Feier zu meinem 1000. lag, musste er einfach bezwungen werden.
Das erprobte Team GC-Fox/Jöggisch sollte des Rätsels Lösung bringen. Während ich GC-Fox noch erklärte, was ich bislang immer gemacht hatte, stellte ich fest, dass mich dieser Weg zu einem klaren und eindeutigen Ergebnis führt. Wieso ich das vorher nie erkannt hatte, weiß ich absolut nicht.
So nutzten Frouwe, Findolinchen und ich eine Trainingseinheit von Findolino zum Bergen der Dose.

# 996 „och, nö #3“ von henningp (Wassertraddi)
Auch dieser Cache stand schon länger auf der Wunschliste. Die „öch, nö’s“ haben immer ihren ganz besonderen Reiz und sind damit immer eine Reise wehrt.
Für diesen hier wurde sogar das alte defekte Schlauchboot der Ohana reaktiviert, repariert und dann zum Ort transportiert.
Die Muggel vor Ort wunderten sich nicht schlecht, als ich mit Frouwe das Boot am Ufer entlang zum Ort (und später zurück) schleppte.
Als wir uns den Koordinaten näherten, stellten wir fest, dass ein Kahn des Wasser- und Schiffahrtsamtes genau dort lag, wo wie hin wollten.
Dass die dann genau in dem Moment ablegten, als wir kamen, obwohl der Kahn da offensichtlich die Nacht über gelegen hatte, zeigte dass dieser Cache von uns gemacht werden wollte.
… und es hat riesig Spaß gemacht.

# 997 „Kirchsteigfeldrundgang“ (mein erster WherIGo)
1000 Funde aber keinen Wherio? Das geht doch nicht. Da jetzt die Zeit aber knapp wurde, musste ein möglichst leichter in der Nähe her. Da kam dieser gerade recht.

Auch wenn keine ausgefeilte Geschichte, unzählige Charaktere und Gegenstände Grundlage dieser Cartridge sind, hatten Frouwe und ich einen wirklich schönen Spaziergang und lernten bei bestem Wetter mit einem handwerklich gut gemachten WIG diese Speilart des Cachens kennen.

# 998 „Return to Muggel Island“ (Mystery)
Auch wenn es sich hier quasi um „Flucht von New Port II“ handelt, ist es nicht einfach ein Bonus, dessen Finalkoordinaten im Finale des Muttercaches liegen. Auch hier wollte erstmal ein Rätsel gelöst werden.
Da wir nach dem Fund von „Flucht von New Port“ abbrechen mussten, fuhren Frouwe und ich hier nochmal gesondert vorbei.

Die Finaldose wird von einem putzigen Wächter bewacht. Das sollte man mal gesehen haben.

# 999 mcpahnkes‘ „Am Pferdehof“ (T5-Kletter-Traddi)

Wenn ich den nicht geschafft hätte, hätte ich mir überlegt, ob ich die Feier zum 1000. Fund nochmal absage. … und teilweise sah es echt so aus, als ob ich das hätte tun müssen.
Dieser Klettercache liegt sowas von in meiner Homezone und war mir schon lange ein „Dorn im Auge“. Außerdem wollte ich doch endlich mal einen Klettercache machen, bei dem mir kein anderer Kletterer hilft, sondern ich ganz alleine klar komme.
Erst beim dritten Versuch/Besuch konnte die Dose endlich bezwungen werden. Mann, Mann, Mann.
Beim ersten Mal versuchte ich das Wurfgewicht werfend über den ausgewählten Ast zu bekommen. Es wollte einfach nicht gelingen. Entweder stimmt die Höhe oder die Richtung, nie beides. Meistens landete die Pilotschnur im Grünzeug und musste immer wieder daraus befreit werden. Das dauerte jeweils eine ganze Weile. Brachte mir aber einen Haushaltstitel für eine Zwille ein.
Beim zweiten Mal verschoss ich erst (im wahrsten Sinne des Wortes) mehrere Schraubenmuttern, weil die Schnur riss. Als ich dann mein Wurfgewicht verschoss, klappte es ganz gut und die Schnur flog sogar über den richtigen Ast. Allerdings landete sie zeitgleich im Grüngeäst, hakte dort fest und riss bei dem Versuch, sie daraus zu befreien, bezw. das Seil durch das Geäst zu ziehen.
Also hatte ich zum dritten Versuch eine dickere Pilotschnur dabei. Zur mentalen Unterstützung war dieses Mal neben Frouwe auch mcpahnkes dabei. Auch wenn ich wieder einige Fehlversuche hatte, gelang es mir doch noch, das Seil perfekt einzubauen und nach oben zu kommen.
Als Belohnung bekam ich die Dose und die Halterung geschenkt, weil der Cache ins Archiv wandern sollte.

Wie heißt es so schön: Ende gut, alles gut!
Jetzt konnte der 1000. Fund und die Feier kommen!