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Iltisfaengers 1000. oder 1.(?) Stahnsdorfer Glühwein-Event
19:34 | joeggisch | Cacheberichte
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Da hatte meine Ohana eine ganze Weile ordentlich zu leiden.

Es tut mir ja auch leid, aber wenn man Mitveranstalter eines großen Events mit dazugehörigen Caches ist und dazu noch einige eigene, schon gelegte Caches plötzlich gewartet werden müssen, geht sehr viel Zeit dafür drauf und man ist ständig in einer eigenen Gedankenwelt, die nicht zwangsläufig die des Rests der Familie ist.

Ja und dann rückte plötzlich und unerwartet auch noch der 1000. Fund von Iltisfaenger näher.
Der Tradition unserer Nachtcacher-Selbsthilfegruppe folgend, wollten wir für ihn natürlich auch einen ganz besonderen Cache zum 1000. machen. Ein Event hatte er sich gewünscht. Nachdem er zusammen mit den anderen Mitgliedern der NCSG mir auch ein so geniales Event zum 1000. organisiert hatte, war es für mich natürlich Ehrensache, dass ich die Planung übernehme.

Die erste Idee, nämlich der Halloween-Umzug, wurde schnell auf Grund der Kurzfristigkeit und diverser familiärer Verpflichtungen potentieller Mitorganisatoren und Teilnehmer ad acta gelegt.

Passend zur Jahreszeit hatte ich die Idee ein Glühwein-Outdoor-Event zu veranstalten.
Da ist man nicht von Terminen der örtlichen Restaurants abhängig und muss sie nicht in die Planungen mit einbeziehen.
Schnell war klar, dass aufgrund der Tatsache, dass man für den Glühwein Wärme benötigt und aufgrund der Außentemperaturen auch Feuer gemacht und gegrillt werden sollte, ein feuerfester Eventort notwendig sein würde. Örtliche Waldlichtungen schieden daher leider aus.
Da ich schon einige Feiern auf dem Sportplatz des RSV Teltow hinter mir habe, dachte ich mir, dass die kleine Hütte (im Vereinsjargon „Kiosk“ genannt) genau das richtige ist: drinnen kann man den Glühwein erhitzen, ein paar ganz Durchgefrorene können sich auch mal kurzfristig aufwärmen und draußen ist genug Platz für die nicht planbare Anzahl an Cachern.

Der Aufwand für die Planungen und Vorbereitungen für das Event selber hielten sich überraschenderweise stark in Grenzen, so dass ich auf die wahnwitzige Idee kam, doch gleich noch einen Nachcache-Kletter-Multi mit dranzuhängen.
Die Idee war, dass wir uns zum Event treffen und dann alle gemeinsam den Nachtcache, der erst an diesem Tag veröffentlicht werden sollte, angehen und nach Iltisfaenger (dem natürlich der FTF gebührte) als STF loggen können.
Glücklicherweise habe ich eine sehr verständnisvolle und geduldige Frau (anders ginge es mit mir auch gar nicht) und kenne mcpahnkes. Ohne die beiden hätte ich das nicht machen können. Sie haben mir in der kurzen Zeit, die noch bis zum Event blieb, richtig gut geholfen und andere Termine meinen Bedürfnissen angepasst.

Obwohl alles recht kurzfristig geplant war, es für ein Outdoor-Event abends schon recht frisch hätte werden können und am selben Tag auch noch der Berolina-Stammtisch stattfand, meldeten sich doch – zumindest für mich überraschend – sehr viele für das Event an.

Kurz vor dem Termin meldete sich dann noch popeye* aus Rostock. Er konnte zwar leider nicht dabei sein, bat mich jedoch für den Jubilar ein 5-Liter-Partyfass Bier als Geschenk in einen Baum auf dem Weg zu hängen. Klar mache ich das! Na ja, letztendlich habe ich das Fass zwar besorgt, da ich am Veranstaltungstag wieder mal total in Hektik war, hat GC-Fox das Fass dann freundlicherweise auf den Baum geknüppert.

Trotz (oder gerade wegen) der Hektik war zum Veranstaltungsbeginn (04.11.2011, 17:00 Uhr) alles soweit vorbereitet und geregelt, dass ich dem Eintrudeln der Besucher endlich gelassen entgegenblicken konnte.
Sogar die Veröffentlichung des NC am Veranstaltungstag hatte geklappt. Dank an Maxwell-Smart.

Eigentlich wollte ich für einige, die auf Grund ihrer Arbeitszeit evtl. etwas später kommen wollten, erst so gegen 18:30/19:00 Uhr auf die Nachtwanderung gehen. Ich wurde aber von den anwesenden Gästen so gedrängt, dass wir nach ein paar Glühwein schnell entschieden, das Grillen auf die Zeit nach dem NC zu verschieben und dafür schon deutlich früher zu starten.

Leider hatte ich wegen der kurzen Vorbereitungszeit keine Zeit mehr gefunden, den Nachtcache einem Beta-Test zu unterziehen. Glücklicherweise funktioniert das Bananenprinzip nicht nur bei Software!
So begutachtete ich die Versuche der angereisten Cachermeute mit Werkzeug und jeder Menge Reflektoren im Gepäck und entschied mich an der einen oder anderen Stelle, die Reflektorendichte doch noch geringfügig bis deutlich zu erhöhen.

Die erste Station („der simple Einstieg“) war erwartungsgemäß schnell erledigt und schon ging es zur nächsten Station.
Ja, die zweite Station („die vertrackte Klappe“)! Dass es hier länger dauern würde, als an Station 1, war mir schon klar. Tatsächlich hielt sich die gesamte Meute aber doch wesentlich länger hier auf, als ich erwartet hatte. … und das obwohl hier das Partyfass im Baum lockte. Trotzdem blieb Iltisfaenger – zumindest äußerlich – die ganze Zeit über ruhig.
Irgendwann wurde ihm dann beim Seileinbau doch noch etwas geholfen und ich gab einen kleinen Tipp, um die Wartezeit für die, die nicht klettern würden, etwas zu verkürzen.
Irgendwann war aber natürlich auch diese Hürde gemeistert und es ging zur nächsten Station. … jedenfalls dachte ich das. Für mich gaaanz unerwartet wurde nämlich auf ein Mal eine Örtlichkeit als Station gewertet, die gar nicht als solche gedacht ist. Da hatte wohl niemand das Cachelisting gelesen, oder?!?
Na ja, ich will ja nicht so sein: Natürlich war diese kleine Gemeinheit von mir absichtlich eingebaut worden und natürlich freute ich mich, dass alle brav in die Falle tappten.
Als Station 3 („der tückische Leuchtturm“) dann tatsächlich gefunden war, durften alle die Wurfkünste von mcpahnkes bewundern.
(Ich erwähne das hier nur, weil ich schon Komplexe hatte, dass er mit seinen Würfen Seile in Höhen einbauen kann, bei denen ich schon längst die Zwille rausgeholt hätte.)
Diese Station war dann relativ fix erledigt, so dass wir uns kurze Zeit später auf den Weg zum Final („der einsame Felsen“) machen konnten. Einige wenige kamen nicht mit zum Final, sondern gingen schon mal zurück zur Hütte, um die Grills anzuwerfen! Ein ganz großer Dank an meine Ohana! Ihr seid die besten!
Ja, Am Final hat es dann wieder einen Moment gedauert, bis die Dose gefunden war.
Da hier ja wahrscheinlich kaum jemand mitliest, kann ich es ja zugeben: Ich habe mich auch dumm und dämlich nach der Dose gesucht. Im Hellen sah das hier alles ganz anders aus.
… und wie es sich für so einen Anlass gehört, war es dann auch tatsächlich Iltisfaenger, der die Dose letztendlich als erster fand.

Nachdem alle, die es wollten, diesen Cache geloggt hatten, ging es unter großem Hallo zurück zur Eventlocation, wo es endlich neben noch mehr Glühwein auch was zu essen gab.

So wie ich das mitbekommen habe, hat dieses Event und der NC (fast) allen riesigen Spaß gemacht. Insbesondere Iltisfaenger hatte für den Rest des Abends leuchtende Augen. Ich glaube, wir haben da genau das richtige für ihn organisiert. … so sollte das ja auch sein.

Ich danke an dieser Stelle allen, die durch Erscheinen und Mitbringen guter Laune zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Insbesondere danke ich aber natürlich mcpahnkes und GC-Fox, die mir tatkräftig geholfen haben.
Dank geht aber natürlich auch nach Rostock an popeye* für die witzige Einlage mit dem Bierfass.
Der größten Dank geht aber an meine Ohana. Sie hatten in dieser Zeit wirklich einiges mit mir auszuhalten und haben dennoch kaum gemurrt. Ich liebe Euch!

Jetzt, wo ich diese Zeilen nochmal durchgelesen habe, muss ich feststellen, dass das irgendwie nicht so klingt, als hätte MIR die ganze Sache Spaß gemacht!
Ich kann nur sagen: Das täuscht!
Sicherlich war es stressig, aber was gibt es Schöneres, als nach dem ganzen Stress ein (fast) perfektes Ergebnis zu haben, zu sehen, dass es allen gefallen hat, von allen Seiten gelobt zu werden und dabei selber noch jede Menge Spaß gehabt zu haben.

Die Erfahrung sagt mir ganz deutlich: Das war nicht das letzte Event, das ich ausgerichtet habe.