Mrz
26
Kurzlog, später mehr!
08:57 | joeggisch | Allgemein
11 Kommentare

Ich werde meinen Kurzlog morgen auf jeden Fall erweitern!Nach den Kurzlogs wie „Gut gefunden!“, „TFTC“ oder einfach „+1“, die letzthin glücklicherweise immer seltener werden, regen mich als Owner in jüngster Vergangenheit immer öfter Logs a la „Kurzlog, später mehr!“ auf. Was soll denn das?

Egal ob Leitplankenmikro (Ich habe auch einen!) oder Multi mit aufwendig gestalteten Stationen, jeder Cacheowner hat das Recht, zu erfahren, wie sein Cache beim Finder angekommen ist.

Nun haben es Kampagnen wie „Stopp zu Kurzlogs“ offenbar geschafft, ein gewisses Umdenken und damit eine Verhaltensänderung bei den Cachern hervor gerufen zu haben. Jedenfalls muss ich solche Logs immer seltener bei meinen Caches lesen.

Dafür kommt es immer häufiger vor, dass ich per Mail über einen neuen Logeintrag bei einem meiner Caches informiert werde und dann so tolle Geschichten wie „Zusammen mit X, Y und Z gefunden, später mehr!“ lese.
Wozu soll das denn gut sein?

Der einzige Grund, der mir dazu ein gefallen ist, ist der FTF-Log.
Auch wenn sich bei mir die Jagdlust nach FTFs nie sonderlich ausgeprägt gezeigt hat und seit meiner Cacheranfangszeit deutlich gesunken ist, respektiere ich Menschen, die FTFs sammeln oder sonstwie wild darauf sind.
Schließlich soll jeder Cacher dieses Hobby nach seinen Vorstellungen betreiben.
Solange er dabei nichts beschädigt und niemanden über Gebühr stört, ist das ja in Ordnung.
Wenn man denn einen FTF hatte, will man vermutlich auch, dass es sofort die ganze Welt erfährt. Das kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen.
Dass man dann solche to-be-continued-Logs schreibt, o.k. Zumal man anderen Cachern, die evtl. auch auf der Jagd nach dem FTF sind, dadurch ja signalisiert: „Schlaf weiter! Es war schon einer hier!“

Aber danach macht das Ganze doch überhaupt keinen Sinn!
Am schärfsten sind dann noch die Logs, die erst am nächsten Tag (oder noch später) geschrieben werden und auch ein „später mehr“ enthalten. Häää?!?!?

Wieso schaffen es diese Zeitgenossen nicht, sich mal kurz die Zeit zu nehmen und ein sinnvolles Log zu schreiben: „Das habe ich erlebt! Das hat mir gefallen! Das hat mir nicht gefallen! usw.“
Wieso loggt man, wenn man gar nicht die Zeit dazu hat?
Ist der Punkt so wichtig, dass er unbedingt so schnell wie möglich auf dem Punktekonto landen muss? Hat das nicht Zeit, bis man die Zeit zum Loggen hat?

Ich habe auch schon Cacher angeschrieben, die nach einer Woche ihren Logeintrag immer noch nicht ergänzt hatten und sie gefragt, was genau sie unter „…später mehr!“ verstehen.
Klar, wenn der Statistikpunkt auf dem Konto gutgeschrieben wurde, muss ich an den Cache (und damit an den Logeintrag) ja nicht weiter denken.

Cacheowner, die mehr als 5 Caches haben, werden nicht mehr regelmäßig jede Woche ihre Caches durchsehen, ob sich da an den Logs irgendwas geändert hat, auf das sie ggf. reagieren sollten/müssten.
Also sind sie darauf angewiesen, dass bereits in den Loginfomails vernünftige Hinweise zum Zustand des Caches, sowie Lob und Kritik enthalten sind.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag den einen oder anderen Finder meiner Caches erreicht und zum Nachdenken anregt.
Wenn mir jemand erklären kann, wieso diese Logs doch sinnvoll sind/sein können, bin ich an dieser Erklärung sehr interessiert.

Das soll es jetzt aber auch gewesen sein.
(Vielleicht) später mehr!



Moinsen, ich teile Deine Meinung, mag sie aber noch um einen Gedankenpunkt ergänzen. Ich oute mich mal als Smartphonecacher und schreibe Kurzlogs von unterwegs, wenn ich auf Reisen bin. Da ich auf der Minitastatur vom Eierphone damit überfordert bin, lange Texte zu schreiben, hol ich das nach, wenn ich wieder an der 10-Finger-Klapperkiste sitze. Die abgesendeten Logs sind dann meine Erinnerungshilfe, damit ich zu Hause noch weiß, was ich alles unterwegs so veranstaltet habe. (Wenn du ne coole Idee hast, wie man das anders lösen kann, dann bitte her damit.)

Leider gibt es m.E. keine Owner-Mail für Logänderungen, die hätte ich bei meinen Dosen auch gern bekommen…
Liebe Grüße von Înanna



Die Mail bei Logänderung gab es ja mal für kurze Zeit. Da es manche Zeitgenossen aber nicht geschafft haben, mit 2 – 3 Änderungen auszukommen, wurde das ganz schnell wieder abgeschafft.

Dass man mit einem Smartphone nicht unbedingt längere Texte schreiben möchte sehe ich ein. Es geht mir ja nicht anders.

Wenn ich aber auf Reisen bin und keine Gelegenheit habe, „richtige“ Logs zu schreiben, schreibe ich sie eben von zu Hause.
Die Erfindung von Papier und Kugelschreiber hilft mir in der Regel ganz gut weiter, wenn ich mich dann an die einzelnen Caches erinnern will.

Im Endeffekt wollte ich mit dem Cache und dem Eintrag hier ja auch ein bisschen provozieren.
Sicherlich gibt es Situationen, in denen ein Kurzlog Sinn machen kann. Das Beispiel von Hekka lasse ich z.B. auch gelten.
Ich würde ich aber freuen, wenn der eine oder andere Später-Mehr-Logger darüber nachdenkt, ob das jetzt sein muss oder ob ich mit dem Log nicht noch warten kann, bis ich Zeit für einen ausführlichen Text habe.
Ich habe den Eindruck, dass das Später-Mehr-Loggen zwischenzeitlich zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist und dagegen wollte ich was unternehmen.



> „Wenn du ne coole Idee hast, wie man das anders lösen kann, dann bitte her damit.“

Dafür gibt es doch die Fieldnotes. Ich markiere in meinem Trimble Navigator einfach den Cache als gefunden und habe dann zu Hause eine schöne Liste unter Fieldnotes, die alle diese Caches aufführt. Einfacher geht es kaum.

mf



… Fieldnotes gibt es in allen GC-Apps die ich kenne.



Was diese „Fortsetzung folgt“-Logs angeht – da weiß ich auch nicht, was das soll. Zum Thema Kurzlog habe ich jedoch eine etwas abweichende Meinung.

Ein Owner, der viel Kraft, Ideen und Mühe in einen Cache gesteckt hat, hat ohne Zweifel auch ein angemessen langes und gutes Log verdient. Ein Copy&Paste-Cache jedoch verdient auch ein Copy&Paste-Log. Als Owner habe ich im Übrigen kein Problem mit Kurzlogs. So ein Log ist ja irgendwie auch eine Visitenkarte des Schreibers.

Wenn ich einen Radwanderweg entlang cache, 20 Petlinge finde, die mehr oder weniger auf die gleiche Art versteckt sind, dann fällt es mir schwer, für jeden Cache ein individuelles Log zu schreiben. Hier könnte man trefflich über Sinn und Unsinn von Seriencaches philosophieren…

Übrigens: Ein über 20 Zeilen gehendes Log finde ich furchtbar nervend. Ein Log ist ein Log und kein Roman.

Ich würde mir wünschen, daß sich alle Owner so viele Gedanken zu den eigenen Caches machen wie joeggisch. Dann würde man immer etwas Besonderes finden, und dann macht auch das Logschreiben viel mehr Spaß…



Wenn man die Field Notes nicht verwenden möchte, fände ich es eine Lösung von Unterwegs eine ganz einfache Note zu schreiben. Die sehen dann auch alle anderen. Inhalt könnte vielleicht folgender sein:

„Dies ist meine persönliche Gedächnisstütze. Ich habe diesen Cache gefunden und die Note erinnert mich daran am nächten richtigen Rechner an dem ich sitze ein richtiges Found Log zu schreiben.“

So wissen alle bescheid und man bekommt den Punkt tatsächlich erst wenn man getan hat, was man versprochen hat.



+1 sag ich nur 🙂



Moin,

ich oute mich als „Gefunden, später mehr“-Logger. Wie hier schon geschrieben, dient es einfach für mich persänlich als Merkblatt. Denn wenn wir mal utnerwegs sind, dann machen wir auch immer mehrere Caches. Damit wir später nciht den überblick verlieren, wird das halt immer so makiert. Gibt sicherlich auch andere Methoden, a la Zettel und stift oder eben Field Notes. Aber Wer bin ich um anderen ihre Methoden vorzuschreiben? 😉

Und auch ich habe keine Lust auf einem Smartphone einen längeren Text zu schreiben, weil es mir einfach zu unhandlich ist und wir eben keine langen Pausen haben wollen.
Ich gebe mir jedoch dann im nachhinein doch schon viel Mühe und schreibe zu fast jedem Cache einen längeren Text. Auch als wir den Europa-Radweg gemacht haben, habe ich nicht nur imemr den Standardtext kopiert, sondern sehr oft einen neuen Text verfasst.

Ich kann ehrich gesagt keinen wirklichen Grund für diese Aufregung finden. Solgange der Text geändert wird, ist mir das 1000 mal lieber als ein TFTC o.ä.
Da stören mich dann doch andere Cacher, die mir vorschreiben wollen, wie ich denn mein Hobby auszuüben habe.
Und in diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf den Florida-Cache 😉 Fand ich eine sehr tolle Idee, aber dort gab es auch Leute, die meinen, dass man das nicht so macht. Und das hat mich genervt. Dich nicht auch? 😉



Einen – und nur einen Einzigen – Grund gibt es für mich „später mehr“ Logs zu schreiben. Wenn ich eine Coin/einen TB dabei habe und einfach nicht die Zeit hatte zu loggen, den TB aber bereits wieder abgelegt habe, dann logge ich die Caches von Aufnahme bis Ablage des TB kurz… So hat der TB die „gemeistert“ Strecke auch auf der Uhr und der nächste Finder kann den TB auch ganz in Ruhe aus dem Ablagecahe loggen und wundert sich nicht, dass der TB noch bei mir „rumlungert“, nur weil ich noch nicht die zeit hatte „richtig“ zu loggen.

Ich bin selbst Cacheowner und freue mich immer über schöne Logs… lese viele öfter durch und freue mich wenn meine Caches gefallen. Darum kann ich jedes mal in die Luft gehen wenn ich ein „TFTC“ oder ein „Schnell gefunden“ lese. So vergelte ich gern Gleiches mit Gleichem… Wer schöne Logs will, muss auch selbst schreiben… So wird auch jeder meiner „Später mehr“ Logs (wenn sie denn nötig waren) später auch wirklich geändert. Mal früher, mal später 😉



Ja ich bin Smartphone-Cacher, denn ich habe erst dadurch einen Zugang zu diesem Hobby gefunden.
Ich mache das jetzt gut einen Monat und habe ca. 60 Caches gefunden.
Für ein richtiges GPS fehlt mir schlicht das Geld und es steht auch etwas außer Verhältnis zu dem momentanen Raum, den Cachen in meinem Leben einnimmt. Vielleicht ändert sich das noch.

Ich möchte mich aber gegen die Pauschalisierung wehren, dass alle Smartphone Cacher… und NUR diese Kurzlogs verfassen. Ich schreibe immer ein paar Worte zum Cache! Selbst wenn der Cache es eigentlich nicht verdient.
Ich war grad 6 Tage auf Sylt und habe dort 40 Caches gefunden.
Und obwohl ich grad erst angefangen habe kann ich schon zwischen liebevoll gemachten/versteckten und gepflegten Caches sowie lieblos hinter einem Stromkasten geworfenen Petlinge, in denen die Zettelsammlung zu Papiermüll wird, unterscheiden.

Ich bin der Meinung, wenn ein Cache lieblos gemacht ist und trotz „Need Maintance“ Hinweisen nicht kontrolliert wird (Ich habe in dem Zettelwirrwarr oft Logeinträge von 2007 gelesen), dann gibts auch nur den Hinweis sich mal um den Cache zu kümmern. Ebenso ist es nicht erwähnenswert, wenn ich nur hinter den Kasten schauen muss und den Petling da liegen sehe.

So wie es undisziplinierte Cacher gibt, so gibt es auch faule Cache-Owner und das sind nicht immer die NEULINGE!

Nur meine Meinung. 🙂



Ich finde das „Gejammer“ über Kurzlogs übertrieben. So wie es jedem Owner freisteht, ein ausführliches und interessantes oder eben ein kurzes und nichtssagendes Listing zu schreiben bzw. seinen Cache liebevoll zu gestalten und raffiniert zu verstecken oder eben eine banale Filmdose unter eine T-Säule zu klemmen, so steht es auch jedem Finder frei, wie er seinen Fund loggt. Was soll es denn da für ein „Recht“ geben? So wie du tolerant gegenüber FTF-Jägern bist, sei es doch auch gegenüber allen anderen. Jeder Cacher ist und loggt eben anders.

Die Erfahrung zeigt, in der Breite bekommen Caches die Logs, die sie verdienen. Zudem gibt es vielerlei Gründe, einen Kurzlog zu verfassen. Mir selbst ist es egal, ob meine Caches kurz oder länger geloggt werden – die besseren meiner Caches werden sowieso meist ausführlich geloggt. Mich nerven eher die Romanlogs à la „Ausführlicher Wetterbericht und mit Hasi, Mausi und Schatzi nach Besuch derundder Veranstaltung noch hier vorbeigekommen und blablabla“.

Es gibt ja auch Owner, die einen ungepflegten 0815 Cache legen und das Listing besteht nur aus „Wollte auch mal eine Dose legen. Kurzlogs sind nicht erwünscht“. Da bin ich bisweilen geneigt, aus Prinzip nur DFDC zu schreiben.

Den spezielle Logtyp „Kurzlog, später mehr!“ hatte ich auch schon bei meinen Caches, ohne dass dieser später ergänzt wurde. Na und? Gerade viele Powercacher haben diesen Text als Signatur und ursprünglich auch den Willen, später ausführlicher nachzuloggen. Vielleicht vergessen sie es dann oder haben so viele Dosen gefunden, dass sie später nicht mehr hinterherkommen. Es muss kein böser Wille oder Ignoranz dahinterstecken.

Ich selbst logge einen Fund meist direkt vor Ort oder am selben Tag abends. Wenn ich mal mehr als 10 Caches am Tag gefunden habe, was eher selten vorkommt (bin kein Powercacher), dann kommt es abends schon vor, dass ich mich nicht mehr an jeden Cache im Detail erinnere (gerade bei 0815 Caches) und dann auch nur was kurzes und allgemeines schreiben.

Dein Cache wurde in ca. 4 Jahren knapp 600 mal gefunden (Stand heute). Also durchschnittlich ca. alle zweieinhalb Tage. Da solltest du doch mit einigen Kurzlogs leben können. 🙂

Meine Meinung. Gruß, 8erwasser