Apr
11
Schlüsselmeister II – Tag der Entscheidung
17:44 | joeggisch | Cacheberichte
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Fundstück der TourFortsetung von Schlüsselmeister I – die Planungsphase

Am 5. Februar war es dann endlich soweit.
Die Vorbereitungen waren erfolgreich beendet und wir waren auf alle Eventualitäten vorbereitet. Zumindest war der Termin da und alles, was wir bislang vergessen hatten, ließ sich jetzt auch nicht mehr ändern.
Die Taschen waren jedenfalls bis zum Bersten gefüllt.

Die Zurückgebliebenen Daheinmgebliebenen sollten über Google+ auf dem Laufenden gehalten werden. So könnten sie regelmäßig nachvollziehen, wie weit wir sind, ohne dass wir durch ständige und stundenlange Telefonate von der Arbeit abgehalten würden.

In aller Herrgottsfrühe trafen wir uns und es ging Richtung Schattenreich.

Pinkelpause im SchattenreichFür Faizah war die Fahrt aber offensichtlich so weit, dass er unterwegs plötzlich unter Entzugserscheinungen litt. So mussten wir mal kurz links ran fahren und “B96 und Geronsee” … ähhh, ich meine, eine Pinkelpause machen.
Dann ging’s aber schnell weiter zum Tagesziel.

Um 08:45 Uhr an den Parkplatzkoordinaten wurde aufgerüstet und … ich musste feststellen, dass alle einen vollgestopften Rucksack dabei hatten. Damit hatte ich die Tragevorrichtung für die Leiter vergebens gebastelt.

Natürlich ließen wir uns davon nicht aufhalten. Die Leiter kam zum Rucksack auf die Schulter und der Marsch ging los … wie die Termometer zeigten: bei -17° C (in Worten: minus siebzehn Grad Celsius) !!!

Der Start war schnell gefunden (09:15) und machte Mut und Hoffnung, dass wir eventuell doch nicht bis in die Nacht durch die Kälte wandern müssten.
Station 1 holte uns dann auf den Boden der Tatsachen zurück.
… und machte uns klar, was uns an diesem Tag erwartete. Wenn wir uns weiter so blond anstellen würden, würde es bestimmt eine Ewigkeit dauern, bis wir durch sind, aber es würde auf jeden Fall voll geil sein.

Wandbild im SchlafraumSo arbeiteten wir uns von Station zu Station. Ich muss gestehen, dass wir an einigen Stationen einen Telefonjoker ziehen mussten. Ein Mal wegen eines Besserversteckers und die anderen Male, weil wir zu engstirnig dachten.
Wir brauchten bis zur Hälfte der Runde, bis wir uns an die Versteckphilosophie der Wampenschleifer gewöhnt und diese durchschaut hatten. Es war jetzt immerhin schon 16:30. Etwas über sieben Stunden für die Hälfte => mind. 15 Stunden für die ganze Runde; na herzlichen Glückwunsch.
Aber immerhin war die Temperatur zwischenzeitlich auf sommerliche -10° C gestiegen.

Jöggisch unter einer BetonplatteAn eine Pause oder gar Essen war trotzdem nicht zu denken. An den Stationen nahmen wir zwar kleine Snacks und Getränke zu uns, aber alles weitere musste ausfallen. Außerdem waren wir uns einig: Wenn wir uns jetzt hinsetzen, ausruhen und vielleicht noch eine warme Mahlzeit zu uns nähmen, würden wir nicht wieder aufstehen.
Außerdem war das alles viel zu aufregend.

Aber irgendwie musste es zur Hälfte geschackelt haben, denn ab hier ging’s wie’s Brezelbacken. Nur an einer Station wollten wir uns nicht auf die verrostete Plattform eines Schornsteins in 20-25 Metern Höhe (es können evtl. auch 1 -2 Meter weniger gewesen sein) verlassen und riefen bei den Ownern an. Vollkommen unproblematisch erhielten wir die Infos, die wir an dieser Station hätten finden sollen.

das Motto der Tour: 'Auf der Leiter'Was an dieser Stelle auf jeden Fall noch erwähnt werden muss: die Leiter!!!
Ohne Teleskopleiter hätten wir diesen Cache nicht machen können. Ich wage auch zu behaupten, dass

Genau 12 Stunden nachdem wir die Tour am Start begonnen hatten, hatten wir das Final geknackt. Also wenn ich schreibe: „wir“ meine ich, dass Ku-Pi, Torona und Sweetstarlett an der Dose (besser: Kiste) waren und Faizah und ich ihnen sagten, wie sie diese aufkriegen, von außen.
Ich hätte zwar auch in den Gang zum Final gepasst, aber erstens war die Feinstaubbelastung darin viel zu hoch für mich und zweitens – ich muss es gestehen – hatte ich Angst, dass ich nicht wieder raus komme.

Das vom Ownerkonsortium bereitgestellte Finalbier haben wir uns aber natürlich alle schmecken lassen, bis auf Ku-Pi, der musste noch fahren.

 

Was kann man über diesen Cache noch sagen?
Nach einhelliger Meinung der ganzen Crew gehörte dieser Tag zu dem besten, was uns dieses Hobby bislang beschert hat. Jeder, der diesen Cache noch nicht gemacht hat, nichts dagegen hat, sich etwas schmutzig zu machen, nicht vollkommen unsportlich ist und eine Teleskopleiter sein Eigen nennt (oder jemanden kennt, der eine hat …) sollte diesen Cache auf jeden Fall schnellstens machen, solange er noch nicht deaktiviert ist.
Für alle anderen: Ihr Pechvögel!

Wir waren so begeistert, dass wir ein eigenes Logo für Shirts gebastelt haben. Siehe auch Jöggischs Shirtshop.