Mai
08
gestatten? Jöggisch, Mo-Cacher!!!
20:54 | joeggisch | Cacheberichte
0 Kommentare

Endlich wieder ein Mopped unter’m Hintern! Was ist das geil!

Jöggisch - Mo-Cacher… und es lässt ich so gut mit dem Cachen verbinden.

Nachdem ich vor 12-13 Jahren aus verschiedenen, dummerweise zeitgleich eintretenden Gründen das Motorradfahren aufgeben musste, juckte es natürlich jedes Jahr im Frühling. Wenn ich die frühen Zweiradjunkies durch die Kurven bügeln sah, zuckte automatisch auch meine Drehgashand. Bei Ausflügen und natürlich Cachetouren, die mich auf Brandenburger Landstraßen meinem Ziel entgegen führten, überlegte ich ständig, wie sich die Kurven wohl in Schräglage anfühlen würden.
Vor kurzem aber war es soweit. Der Drang nach Beschleunigung und Fahrtwind im Gesicht war so stark geworden, dass ich mit Frouwe die Fürs und Widers abwog und wir beide zu dem Schluss kamen: Jetzte oder nie!

Aber genauso wie es Gründe gab, dass Motorradfahren an den Nagel zu hängen, gab es auch Gründe, es nicht wieder aufzunehmen.

Also mal fix das I-Net nach meiner alten Liebe, einer XJR 1200, zu bezahlbarem Preis durchstöbert, in Hannover fündig geworden und kurz darauf das Teil aus seiner alten Heimat abgeholt.
Sicher hatte ich etwas Bammel, nach über 12 Jahren wieder mal auf einem Bock zu sitzen und auffer Autobahn heimwärts zu ballern. Aber erstens ist man zwischenzeitlich ja reifer und vorsichtiger geworden und zweitens hatte mir ein befreundeter Fahrlehrer (und Cacher) nach einer Auffrischungsstunde auf einem Fahrschulmotorrad bestätigt, dass die Fähigkeiten für die Fahrt noch (bzw. wieder) vorhanden sind.

Frouwe- Mo-CacherinTäglich fährt mich meine „Dicke“ zur Arbeit oder mich und ein anderes Familienmitglied mal hier, mal dort hin! Auch Frouwe hat das Fieber wieder gepackt. Sie will jetzt auch wieder selber fahren. Mal sehen, ob und ggf. wie schnell wir die CB 450 S in der Garage wieder fit kriegen!
Bis dahin ist eben mitfahren angesagt!

… und Mo-Cachen!

Als Anfang Mai zwei bekannte Mo-Cacherzubehör-Dealer in Reinickendorf einen Sonntagsverkauf durchführten, das Wetter sowas von zum Ausfahren war und die Kinder sich unbedingt mit Freunden verabreden wollten, gab es für Frouwe und mich kein Halten mehr.

Rauf auf’n Bock und ab in den hohen Norden
Nach der Aktualisierung der Schutzkleidung (wir waren aber nur bei einem Anbieter, sonst hätte uns das schwarze Loch im Geldbeutel vermutlich eingesogen) ging’s erst mal einfach los, mit einem COVO LOCO (quasi der urbanen Variante des Mo-Caches). Na, das ging doch! Der erste Cache von der Karre aus fix gemeistert. Das I-Tüpfelchen an der Sache: ICH fand die Dose und nicht Frouwe..

Mo-Cachen ist ja sooo geil!

Auf Grund einer verwerflichen Nachlässigkeit meinerseits mussten wir unbedingt noch nach Pankow. Eigentlich hatte ich ja für den Weg dorthin noch ein paar Döschen rausgesucht. Aber wir hatten uns länger als erwartet beim Mo-Dealer aufgehalten und wussten nicht, wie lange das Pflichtprogramm jetzt noch dauern würde. Da Frouwe aber auch nicht zuuu spät zurück zu den Lütten wollte (Ja, gut, ich letztendlich ja auch nicht!), düste ich gleich durch bis zum Brose-Park.

Brose-Park-Multi
Dort stand das Rätsel um das Brose-Schloss auf dem Plan. Wie es sich für einen Mo-Cache (oder einen, der kurz mal zu so einem gemacht wurde) gehört, gab es an den Listingkoordinaten auch gleich eine Abstellmöglichkeit für die Karre. Als erstes wurden wir aber mit den unangenehmen Seiten des Mo-Cachens konfrontiert. Das Topcase war voll mit Einkäufen, so dass wir das ganze Motorradgerödel mitschleppen mussten! … und das bei ca. 50° im Schatten! Jedenfalls fühlte es sich so an. Glücklicherweise hatte ich Wasser eingepackt! Unglücklicherweise aber nur eine Flasche! Irgendwie verdunstete der Inhalt während des Trinkens! Sehr seltsam!
Nachdem wir uns ein wenig an die Temperaturen gewöhnt hatten, konnte Station 1 dieses netten kleinen Mysterie-Multis (eigentlich ist es ja nur ein Multi, aber darüber will ich jetzt keine Diskussion lostreten) in Angriff genommen werden. Die notwendigen Informationen waren der Infotafel schnell entlockt und es ging in den etwas kühleren, weil schattigen Park. WAS wir als nächstes zu suchen hatten, war uns zwischenzeitlich klar, nur noch nicht so genau, WO wir suchen sollten. Von den drei zur Verfügung stehenden Richtungen erschienen nur zwei logisch. Also eine 50/50 Chance falsch zu liegen. Aber wie ich schon mehrfach feststellen durfte: der liebe Gott ist ein Geocacher! Wir hatten instinktiv den kürzesten Weg zum Cache gewählt.
Wähend ich noch dabei war, die Aufgabe an Station 2 zu lösen, machte sich Frouwe schon mal auf die Pirsch nach einen Gelatodealer (Ja, ja, meine Pirsch-Heide!). Bis ich fertig war, hatte sie ihr Aufgabe schon erledigt, so dass wir uns schleckenderweise dem Final nähern konnten.

Bellevue in PankowNachdem wir die knuffige Finalkonstruktion entschlüsselt, das Logbuch signiert und einen TB, der unbedingt hier abgelegt werden musste, hinterlassen hatten, wollte noch ein Earthcache gelöst werden. Ein Earthcache in einem S-Bahnhof?!? Sowas gibt’s wohl auch nicht so oft!
Wir genossen die angenehme Kühle in der Bahnhofvorhalle und beantworteten nebenbei die notwendigen Fragen.

Ja, und dann gab’s da auch noch einen Shop, der neben Süßigkeiten, Zeitungen und Rauchwaren auch afrikanischen Kaffee (Coffee to Go) und Gebäck (den Vanilledonut sollte man probiert haben) anbot, so entschieden wir uns, vor dem Hitzeschock unseren Körpern noch einen Zucker- und Kaffeeschock zu verpassen.

Auch wenn drei Caches an einem Nachmittag jetzt nicht wirklich Powercaching ist, waren es immerhin drei unterschiedliche Cachetypen und vor allem: alle mit dem Motorrad abgeklappert!